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Termine

2017

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Frauenstimmen 2017, 6. Konzert

19. November 2017, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
„... to a wider morrow !“ Vier Komponistinnen an der Schwelle zwischen den Zeiten
Annelie Gahl (Violine) und Freunde musizieren Musik von Florentine Price (1857-1953), Dora Pejačević (1885–1923), Ethel Smyth (1858-1944) und Grete von Zieritz

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Frauenstimmen 2017, 5. Konzert

Duo Windspiel

25. Oktober 2017, 19:30, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
WINDSPIEL– DUO FÜR NEUE MUSIK
Verena Wüsthoff, Blockflöten & Eva Zöllner, Akkordeon
spielen Werke von Georgina Derbez (MX, *1969) Younghi Pagh Paan (KOR/D, 1945) Arturo Fuentes (MX/AT 1975) Liza Lim (AUS, 1966) Simon Vosecek (AT, 1978) Keiko Harada (JP, *1969)

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Frauenstimmen 2017, 4. Konzert

1. Juli 2017, 19:30 Uhr, Sacellum, Hofstallgasse, Salzburg
HILDEGARD DIALOGE
Martina Marthur
(Sopran), Imanuel Krafft (Querflöte) auf den Spuren von Hildegard von Bingen (1098–1179)
Karten: 0680/2019054, info@nannerl.net oder www.salzburgticket.com
zu den Biografien der Mitwirkenden:

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Frauenstimmen 2017, 3. Konzert

31. Mai 2017, 19:30, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
VERFEMTE KOMPONISTINNEN
Ulrike Anton
(Querflöte), Russel Ryan (Klavier), Eva Neumayr (Mezzo-sopran) musizieren Werke von Vally Weigl (1894–1982), Rosy Wertheim (1888–1949), Maria Hofer (1894–1977), Henriëtte Bosmans (1895–1952) u.a.
Moderation: Irene Suchy
Dieser Abend widmet sich dem NS-verdrängten überwiegend jüdischen Musikleben aus der Sicht der weiblichen Musikschaffenden: sie waren Komponistinnen, Kritikerinnen, Verlegerinnen, Musiktherapeutinnen und vor allem Interpretinnen. Sie sind geflohen, waren von der Gestapo verfolgt, sie habe sich versteckt oder im Exil weiter gearbeitet. Rund um die Aufführungen der Werke der im Nationalsozialismus verfemten Komponistinnen wird jenes blühende Musikleben ausgebreitet, deren ProtagonistInnen in der NS-Diktatur vertrieben wurden. Diese reichen von der Kritikerin und Musikwissenschafterin Elsa Bienenfeld zur Mäzenin Lilly Lieser, von der Verlegerin und Inhaberin der Universal Edition, Yella Hertzka zu verschiedensten Sängerinnen und Instrumentalistinnen, die nicht nur in der Komposition, sondern auch in Unterricht und Therapie, Übersetzung und Auftritt, Verlagswesen, aber auch im Mäzenatinnentum tätig waren.
zu den Biografien der Mitwirkenden:
Karten: 0680/2019054, info@nannerl.net oder www.salzburgticket.com
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener), Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-; € 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, des Vereins BarockPur und der Salzburger Musikkreise

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Frauenstimmen 2017, 2. Konzert

Salieri Trio

26. April 2017, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
SALONIERI-TRIO
Monika Kammerlander, Violine, Irina Smirnova, Violoncello, Gerda Guttenberg, Klavier spielen Werke von Dora Pejačević (1885–1923) und Louise Adolphe le Beau.

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Frauenstimmen 2017, 1. Konzert

les roses sauvages

Internationaler Frauentag, 8. März 2017, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg

Scintillate amiche stelle – Funkelt ihr Sterne!
Ensemble les roses sauvages:
Johanna Ness (Sopran), Elisabeth Wiesbauer (Barockvioline), Eva Neunhäuserer (Viola da Gamba und Barockviola), Sonja Leipold (Cembalo)
Bedeutende Komponistinnen des 17. Jahrhundert stehen auf dem Programm, wenn das junge Barockensemble les roses sauvages die Konzertreihe FRAUENSTIMMEN 2017 eröffnet: Antonia Bembo (1640–1720) und Rosa Giacinta Badalla (um 1660–um 1710) haben ein umfangreiches Oevre wunderschöner geistlicher und weltlicher Vokalmusik geschaffen haben und sind dennoch weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Scintillate amiche stelle beleuchtet diese beiden außergewöhnlichen Komponistinnen und - mit ausgewählten Werken von Barbara Strozzi (1619–1677), Elisabeth Jacquet de la Guerre (1625–1729) und Isabella Leonarda (1620–1704) - ihr geographisch-musikalisches Umfeld.
zu den Biografien der Mitwirkenden:

 

2016

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Frauenstimmen 2016, 7. Konzert

13. November 2016, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
Carreño-Quartett
Susanne Hehenberger, Elisabeth Pouget (Violinen), Romana Kemlein-Laber (Viola), Karoline
Strobl (Violoncello) spielen Werke von Maddalena Laura Lombardini-Sirmen (1745-1818), Emilie
Mayer (1812-1883) und Sabine E. Panzer (*1960)

Frauenstimmen 2016, 8. Konzert

8. Dezember 2016, 17:00 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
Annette-Thoma-Adventsingen
Oberstimmenchor Bürmoos (Ltg.: E. Neumayr), Sparrows ultd.; Hirtenkinder u. a.

ANNETTE THOMA (1886–1974) war bei den Anfängen des Salzburger Adventsingens federführend dabei: Die Texte stammten damals von ihr, und wie ihre Freunde Kiem Pauli, Tobi Reiser und Wastl Fanderl steuerte sie von ihr gesammelte Volkslieder bei und dürfte auch einige selbst komponiert haben. Später setzte sie sich für die Widerbelebung des geistlichen Volkslied ein. Dennoch wurde sie in Salzburg fast vergessen.
Um Annette Thoma wieder in Erinnerung zu rufen, veranstaltet die Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft in ihrer Konzertreihe FRAUENSTIMMEN nun schon zum zweiten Mal ein Annette-Thoma-Adventsingen. Heuer wird Thomas Enkelin, die Schauspielerin Traudl Bogenhauser, Texte von Annette Thoma lesen, unsere Hirtenkinder werden einen Ausschnitt aus ihrem Riederinger Weihnachtsspiel aufführen. Der Oberstimmenchor Bürmoos (Ltg.: Eva Neumayr) wird von Thoma gesammelte und komponierte Lieder u. a. zu Gehör bringen und die Saalfeldner Heubod’n Musi wird das Ganze mit weihnachtlicher Musik umrahmen.
TRAUDL BOGENHAUSER (geb.1951) ist Schauspielerin, sie war von 1973 bis 1979 am Residenztheater engagiert. Neben ihrer künstlerischen Arbeit war sie von 1980 bis 2016 an einer psychiatrischen Klinik in München als Theatertherapeutin tätig, wo sie einen eigenen Ansatz in der Arbeit mit den Patienten praktizierte. 2004 gründete sie das navarra-art-project, in dem sie eigene Theaterformen mit Video, Schauspielern, Objekten und Bildern entwickelte. Wichtigste Theaterinstallationen: Die Königin von Navarra, A las cinco de la tarde, Actores ambulantes–Wanderschauspieler, La mirada del Kaspar Brandner en el paraíso–Der Blick des Brandner Kaspar ins Paradies.
Die MusikerInnen der HEUBOD´N MUSI (Herbert Zehentner, Julia Peßenteiner und Christina Schmiderer) sind zwischen 23 und 25 Jahre jung, kommen aus Saalfelden und Umgebung und spielen seit 2008 in der Besetzung diatonische Harmonika, Zither und Gitarre. Sie spielen ausschließlich traditionelle Volksmusik und haben viel Freude am gemeinsamen Musizieren. Gestaltet werden Geburtstagsfeiern, Firmenfeiern, Musikantentreffen, Stammtische, kirchliche Anlässe bis hin zu Adventsingen, Weihnachtsfeiern und alle sonstigen Anlässe, wo echte Volksmusik erwünscht ist.
Der BÜRMOOSER OBERSTIMMENCHOR wurde 1981 gegründet und nach mehrfachem Wechsel der Chorleitung im Jänner 2005 eine Gruppe von Eva Neumayr übernommen. Noch im gleichen Jahr kam das erste Projekt zustande, ein Adventkonzert, das als Bürmooser Advent zur Tradition wurde. Voriges Eine Auswahl aus dem adventlichen Volkslied-Repertoire, darunter einige Lieder Annette Thomas, erweitert durch vier mit dem Orgel-Positiv begleitete Lieder Franz Xaver Grubers, finden sich auf einer neuen CD Adventsonntag präsentiert wird.
Die HIRTENKINDER des Jugendchores Sparrows ultd. sind auch schon zum zweiten Mal beim Annette Thoma Adventsingen dabei. War es voriges Jahr ein Ausschnitt aus Annette Thomas Chiemgauer Herbergspiel, so wird heuer ein Teil aus ihrem Riederinger Weihnachtsspiel zum Besten gegeben. Die Einstudierung besorgten Barbara Vieweger und Eva Neumayr.

 

Frauenstimmen 2016, 7. Konzert:

13. November 2016, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
CARRENO-QUARTETT
Susanne Hehenberger, Elisabeth Pouget
(Violinen), Romana Kemlein-Laber (Viola), Karoline Strobl (Violoncello) spielen Werke von Maddalena Laura Lombardi-Sirmen (1745-1818), Emilie Mayer (1812-1883) und Sabine E. Panzer (*1960).
MADDALENA LOMBARDINI-SIRMEN (1745, Venedig-1818, Venedig), ausgebildet am venezianischen Mädchenkonservatorium Ospedale San Lazzaro deiMendicanti, war eine der ersten Geigenvirtuosinnen, die als Solistin ihren Weg machte. Auch als Sängerin tätig, war sie in der Geige u.a. Schülerin Tartinis und ging auch als Adressatin eines seiner Briefe, in dem er über Bogentechnik aber auch messa di voce Spiel und andere heute für die historische Aufführungspraxis wichtige Details spricht, in die Musikgeschichte ein. Sie komponierte vor allem für ihr eigenes Instrument, darunter sechst Streichquartett und sechs Violinkonzerte.EMILIE MAYER war die Tochter eines Apothekers und entschloss sich erst nach dem Selbstmord ihres Vaters, Komponistin zu werden. Sie studierte zunächst bei Karl Löwe in Stettin, danach bei Adolf Bernhard Marx in Berlin und komponierte viel Kammermusik, wie auch zahlreiche Sinfonien. Zu Lebzeiten war sie eine bekannte Figur des Berliner Konzertlebens und ihre Werke wurden in vielen europäischen Städten aufgeführt. GERMAINE TAILLEFERRE bekam ihren ersten Klavierunterricht bei ihrer Mutter und studierte gegen den Willen ihres Vaters am Pariser Conservatoire. 1918 gründet sie mit Darius Milhaud, Arthur Honegger, Louis Durey, Georges Auric und Francis Poulenc die Groupe des Six um den Schriftsteller Jean Cocteau, derenmusikalischer Mentor Eric Satie war. DurchihrenerstenEhemann, den Karikaturisten Ralph Barton lerntsie Charlie Chaplin kennen und arbeitetmitihman der Musikzum Film “The Circus”. In ihrenspäterenJahrenunterrichtetesieHamonielehre- und Kontrapunkt, lehrt an der PariserScholaCantorum und schreibtzahlreicheInstrumentalstückefür Kinder.
zu den Biografien der MusikerInnen:
Karten: 0680/2019054, info@nannerl.net oder www.salzburgticket.com
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener), Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-; € 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, des Vereins BarockPur und der Salzburger Musikkreise

 

Frauenstimmen 2016, 6. Konzert:

Belcantochor Salzburg

19. Oktober 2016, 19:30, Domchorsaal, Kapitelsaal 3, Salzburg
"BISCHOF. KAISER. JEDERMANN – KIRCHE. KÜCHE. KINDERKRAM"
Ein Chorkonzrt auf historischen Frauenspuren durch Stadt und Land Salzburg mit Werken von ROSA MARIA COCCIA, FANNY HENSEL, HILDEGARD VON
BINGEN, MARIE MÖSNER, BARBARA STROZZI, CLARA SCHUMANN u.a.
Belcantochor Salzburg (Ltg. Gertraud Steinkogler-Wurzinger u. Bernd Lambauer), Ingeborg Weber (Harfe), Eva Girsule (Blockflöte) u.a.
Frauen hinterlassen in den Chroniken der Geschichte wenig sichtbare Spuren. Daher wurde mit dem Projekt „Frauenspuren“ eine späte Ehrung berühmter historischer Salzburger Frauenfiguren vorgenommen. Durch Gedenktafeln in Bronze, die an den Wohn- oder Geburtshäusern der Frauen bzw. an der Stätte ihres Wirkens angebracht werden, soll die Erinnerung an sie wieder wachgerufen werden. Den Spuren dieser und anderer Frauen soll auch in diesem Konzert nachgegangen werden.

Karten: 0680/2019054, Info@nannerl.net oder www.salzburgticket.com
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener),
Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-
€ 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, des Vereins Barock_Pur_ und der Salzburger Musikkreise

 

Symposium

Familie Mozart. Universitätsbibliothek Salzburg

15. Oktober 2016, 10:00–16:00, Ton und Filmesammlung Mozart Wohnhaus, Makartplatz 8, Salzburg
MARIA ANNA MOZART IM KONTEXT IHRER FAMILIE
Symposium in Kombination mit der INTERNATIONALEN STIFTUNG MOZARTEUM und der MUSIKUNIVERSITÄT MOZARTEUM
(Vorträge und Musik)
zum Programm:

 

Frauenstimmen 2016, 5. Konzert

28. September 2016, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
MOZARTS ENKELINNEN?
Ein Liederabend mit Liedern von JULIE BARONI-CAVALCABO (1813–1887), FRANZ XAVER MOZART (1791–1844), VILMA VON WEBENAU (1875–1993) U. A.
Eva Neumayr (Mezzosopran), Paris Tsenikoglou (Klavier)
WAR Julie Baroni-Cavalcabo Wolfgang Amadeus Mozarts Enkelin? Das wird von ernstzunehmenden Musikwissenschaftlern gelegentlich vermutet, denn Franz Xaver Mozart, Wolfgang Amadè Mozarts jüngster Sohn, hatte eine lebenslange Beziehung mit Julies Mutter, Josephine Baroni-Cavalcabo, die allerdings verheiratet war. Das hinderte Franz Xaver Mozart nicht, mit der Familie von Lemberg nach Wien zu ziehen und als „Zimmerherr“ sein Leben im gleichen Haus zu verbringen. Als er 1844 starb, war es Josephine Baroni-Cavalcabo, die sein Begräbnis organisierte und seine Universalerbin wurde.
JULIE VON BARONI-CAVALCABO (1813–1887) wurde seine Klavier- und Kompositionsschülerin. Enkelin Mozarts oder nicht, sie war eine ausgezeichnete Pianistin und Komponistin, deren Werke von renommierten Verlagen publiziert wurden. Robert Schumann schätzte sie, rezensierte ihr Opus 8 und widmete ihr seine Humoreske Op. 20.
Ihre Enkelin, VILMA VON WEBENAU (1875-1953) war Anfang des 20ten Jahrhunderts die erste Privatschülerin Arnold Schönbergs. Zunächst in Wien und dann in Berlin, „weihte“ er sie in „Harmonielehre, Kontrapunkt und Kompositionslehre“ ein, wie sie in einem von Anton von Webern zusammengestellten Album zum 50. Geburtstag ihres Lehrers 1924 schrieb. Später habe sie in München bei Fritz Cortolezis (1878–1934) „instrumentieren gelernt.“ Sie hinterließ zahlreiche Lieder, aber auch acht Opern, Melodramen und Orchesterwerke. Auch unter Franz Xaver
Mozart Kompositionen sind einige kostbare Lieder, die selten erklingen.
Der Liederabend beschäftigt sich mit den Kompositionen der „Familie“ Mozart und holt zwei zu Unrecht vergessene Komponistinnen wieder ans Licht.

EVA NEUMAYR studierte Gesangspädagogik an der Musikuniversität Mozarteum Salzburg (A. Hartinger) und an der Musikuniversität Wien (T. Berka-Schmid). Seit ihrem Abschluss setzt sie ihre gesangliche Arbeit mit Andrea Mellis (Wien) fort. Nach Meisterkursen bei Kurt Widmer und Andrea Mellis gab sie zahlreiche Liederabende und arbeitete als Solistin mit der Salzburger Virgilschola, dem Kammerchor Salzburg, dem Laufener Barockensemble u. a. In den letzten Jahren hat sie sich sowohl als Sängerin als auch als Musikwissenschaftlerin immer mehr mit Musik von Frauen beschäftigt und ist Gründerin und Obfrau der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, in der sie die seit 2009 laufende Konzertreihe FRAUENSTIMMEN organisiert und programmiert.
PARIS TSENIKOGLOU wurde 1989 in Thessaloniki / Griechenland geboren. Obwohl er erst im Alter von acht Jahren mit dem Klavierunterricht begann, führte er bereits drei Jahre später die Klavierkonzerte und die Goldbergvariationen von J. S. Bach auf. Im Alter von 15 Jahren erhielt er das Klavierdiplom mit 1. Preis und Auszeichnung für Virtuosität als Schüler von Jannis Adamidis am Städtischen Konservatorium Katerini. Auf Anregung seines Lehrers setzte er seine Studien an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Franz Massinger (†) fort und absolvierte 2012 das Künstlerische Klavierdiplom in der Klasse von Prof. Thomas Böckheler. 2015 schoss er bei Prof. Jacques Rouvier an der Universität Mozarteum Salzburg ab, wo
er sich nunmehr im Postgraduate Klavier Studiengang spezialisiert.
„Paris Tsenikoglou ist ohne Zweifel eines der herausragenden Talente seiner Generation“ (Andreas Groethuysen). Der preisgekrönte griechische Pianist gewann wiederholt begeisterte Kritiken von der internationalen Presse über seine Auftritte und seine Diskographie. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn als „Liebling der Götter“ und
„eine wundersame Entdeckung“.

Karten: 0680/2019054, info@nannerl.net oder www.salzburgticket.com
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener),
Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-
€ 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg,
des Vereins Barock_Pur_ und der Salzburger Musikkreise

 

Frauenstimmen 2016, 4. Konzert

26. Juni 2016, 19:30 Uhr, Domchorsaal (Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg)
BARNACH-TRIO
Christiane Hoßfeld (Flöten), Barbara Thiem (Violoncello), Naoko Knopp (Klavier) spielen Werke von Mel Bonis (1858-1937), Fanny Hensel (1805-1847) und Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Mel [Mélanie Hélène] Bonis (1858–1937) studierte auf Vermittlung von César Franck am Pariser Conservatoire. Zu ihren Studienkollegen gehörten Gabriel Pierneé und Claude Debussy. Vor dem Examen wurde sie von ihren Eltern gezwungen, das Studium abzubrechen, um eine Heirat mit dem Studienkollegen Amédée Hettich zu verhindern. Sie eine Ehe mit dem 22 Jahre älteren verwitweten Industriellen Albert Domange ein, der fünf Kinder mitbrachte, und bekam drei weitere Kinder. Ein viertes Kind musste versteckt aufwachsen, denn es stammte aus der wiederaufgenommenen Beziehung mit Hettich, der Mel Bonis in musikalischer Hinsicht sehr förderte. Erst um 1900 konnte sich Mel Bonis wieder verstärkt der Komposition zuwenden: Bis zum Weltkrieg schuf Bonis die meisten ihrer etwa 300 Werke, darunter sechzig klavierwerke, dreißig Orgelwerke, Kammermusik, geistliche Vokalwerke und Orchesterwerke. Ausgehend von der Spätromantik in der Nachfolge von César Franck wurde ihre Musik zunehmend vom Impressionismus beeinflusst.
Felix Mendelssohn-Bartoldys Klaviertrio op. 49 in d-Moll entstand 1838 während glücklicher Tage in Frankfurt und am Rhein und wurde rasch zu einem der populärsten Werke der Gattung. Robert Schumann bezeichnete es als "das Meistertrio der Gegenwart […] an dem sich noch Enkel und Urenkel erfreuen werden." Diese Prophezeiung wird sich im kommenden Konzert in besonderer Weise erfüllen, da mit Barbara Thiem eine Nachfahrin der von Fanny Hensel-Mendelssohn das Violoncello spielt.
Fanny Hensel, die mit dem Hofmaler Wilhelm Hensel verheiratete Schwester Mendelssohns, schrieb ihr Klaviertrio op. 11 für die sogenannten "Sonntagsmusiken" im Hause Mendelssohn, lange Zeit die einzige Plattform, auf der sie ihre Werke zu Gehör bringen konnte. Es ist ein Spätwerk und entstand 1846, kaum ein Jahr vor ihrem überraschenden Tod an einem Gehirnschlag, in einer Zeit, die zu den glücklichsten der Komponistin gehörten, hatte sie sich doch, unterstützt von ihrem Mann, Charles Gounod und Robert von Keudell, endlich entschlossen, das Publikationsverbot ihres Vaters und Bruders zu übertreten und ihre Werke einem Verlag zu übergeben. Das Klaviertrio ist eines ihrer reifsten Werke und zeigt die Komponistin auf der Höher ihrer Kunst: Das weiträumige Hauptthema des Kopfsatzes, das Lied (anstelle eines Scherzos) und das rhapsodische Finale offenbaren eine eigenständige Komponistenpersönlichkeit mit expressiven Qualitäten.

 

Frauenstimmen 2016, 3. Konzert

18. Mai 2016, 19:30, Domchorsaal (Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg)
"Incipit. trans-Art Performance"
Astrid Rieder (Salzburg), Eva Zöllner (Hamburg), Akkordeon interpretieren Werke von Sofia Gubaidulina (*1931), Georgina Derbez (*1968), Jagoda Szmytka (*1982)
Eva Zöllner zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation und widmet sich mit großem Engagement der zeitgenössischen Musik. Konzertreisen als Solistin führten sie in die meisten Länder Europas und Lateinamerikas, nach Asien, Australien, Kanada und in die USA.
Astrid Rieders Vision ist es, eine Synergie für die gleichzeitige Wahrnehmung verschiedener künstlerischer Prozesse und damit ein intensiveres Kunsterlebnis zu ermöglichen. Sie wird zu Musikstücken von Sofia Gubaidulina, Georgina Derbez und Jagoda Szmytka, interpretiert von Eva Zöllner am Akkordeon, zeichnen. Nach der Pause läuft die Kommunikation der Künstlerinnen dann in beide Richtungen: Erste Klänge des Akkordeons werden in grafischen Linien auf einer vorbereiteten Wand im Saalumgesetzt; das Akkordeon antwortet und sendet neue Klänge, die den Zeichenvorgang bestärken. Die Körperlichkeiten beider aktiv schaffender Künstler begegnen sich auf Augenhöhe. Das Publikum wird nun direkt, ohne die Transformierung über elektrische Geräte, Zeuge zweier Menschen, die in gegenseitiger Aufmerksamkeit zwei Kunstwerke erschaffen.

Karten: 0680/2019054 oder info@nannerl.net<>
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener),<>
Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-
€ 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, des Vereins BarockPur<>
und der Salzburger Musikkreise


Frauenstimmen 2016, 2. Konzert

Paris Tsenikoglou

20. April 2016, 19:30, Domchorsaal (Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg)
Paris Tsenikoglou (Klavier)
spielt Fanny Hensels Klavierzyklus DAS JAHR

Fanny Hensel
schrieb ihren Klavierzyklus zwischen August und Dezember 1841, im Jahr nach der mit ihrem Mann, dem Hofmaler Wilhelm Hensel und ihrem Sohn Sebastian unternommenen Italienreise. Vor allem die Bekanntschaft mit französischen Künstlern aus der Villa Medici, unter Ihnen Charles Gounod und die von ihnen erfahrene Anerkennung als Komponistin und Pianistin hatten ihr Selbstbewußtsein entscheidend gestärkt. Die zwölf Charakterstücke, denen teilweise Ausschnitte von Gedichten vorangestellt sind, haben durch die thematische Arbeit zyklischen Zusammenhalt und sind sehr virtuos. Sie erklingen zum ersten Mal in Salzburg.

 

Frauenstimmen 2016, 1. Konzert

8. März 2016, 19:30, Romanischer Saal, St. Peter, Salzburg
"Ladies First First Ladies"
Ensemble PHOENIX BAROQUE AUSTRIA
Cornelia Horak (Sopran), Anne Marie Bösch (Blockflöten), Susanne Pumhösl (Cembalo), Eva Neunhäuserer (Viola da Gamba)
In der Barockzeit befanden sich Frauen selten in der glücklichen Lage, sich als Musikerinnen und Komponistinnen ausdrücken zu dürfen. Isabella Leonarda, Barbara Strozzi und Elisabeth Claude Jacquet de la Guerre sind drei solche Ausnahmeerscheinungen. Die "First Lady" Anna Amalia von Preußen, als zwölftes Kind von Wilhelm I. und Königin Sophie Dorothea in Berlin geboren, ist unter den Mitgliedern regierender Häuser ihrer Zeit eine der zahlreichen Persönlichkeiten, die sich zeitlebens intensiv der Musik zugewandt und auch komponiert haben.
Leonarda die Nonne, Strozzi die Kurtisane, Amalia von Preußen die Prinzessin und de la Guerre das überbegabte Mädchen, das am Hof Ludwig XIV. zur Komponistin ausgebildet wurde: diese vier exemplarischen Biographien erfolgreicher Barockkomponistinnen zeigen Ausnahmepersönlichkeiten, die alle Schwierigkeiten und Verbote überwanden.und zu Wegbereiterinnen für spätere Musikerinnen und vor allem Komponistinnen wurden.

 

Karten

Karten: 0680/2019054 oder info@nannerl.net<>
Abendkassa: € 18.-/ erm. € 9.- (Kinder ab 12, StudentInnen, Zivildiener),<>
Vorverkauf: € 14.-/ erm. € 7.-
€ 12.- für Mitglieder der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg, des Vereins BarockPur und der Salzburger Musikkreise

2015

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Frauenstimmen 2015, 7. Konzert

Annette Thoma

8. Dezember 2015, 17:00, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
ANNETTE-THOMA-ADVENTSINGEN
Oberstimmenchor Bürmoos, Sparrows ultd., Spatzenchor (Ltg.: Eva Neumayr), Schwaiberg-Musi (Saalfelden), Hirtenkinder
Brigitte Trnka liest Texte von W. Müller u. Annette Thoma
Annette Thoma (1886–1974) war Volksliedsammlerin und hat wohl auch kompositorisch einige Volkslieder nachgeschaffen, wobei sie sich besonders für das geistliche Volkslied engagierte. Bekannt ist sie vor allem für ihre „Deutsche Bauernmesse“ mit dem berühmten „Andachtsjodler“. Auch das bekannte Adventlied „Als Maria übers Gebirge ging“ wurde von ihr transkribiert oder komponiert. Neben zahlreichen Hirtenspielen, verfasste sie auch die Texte für das erste Salzburger Adventsingen, das 1946 veranstaltet wurde. Sie hatte Englisch und Französisch studiert und lebte nach ihrer Eheschließung mit dem Maler Emil Thoma in Riedering (Bayern).
Das Annette-Thoma-Adventsingen, das heuer erstmals stattfindet, will auch im Rahmen der Konzertreihe FRAUENSTIMMEN an diese Schriftstellerin, Volksliedsammlerin, -pflegerin und -komponistin, die auch dem Salzburger Adventsingen wichtige Impulse gegeben hat, erinnern.

 

Frauenstimmen 2015, 6. Konzert

8. November 2015, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
GIVE ME A FEW WORDS FOR A WOMEN
Monologe für Stimme und...
Gertraud Steinkogler-Wurzinger
(Konzept und Stimme), Esther Steinkogler (Tanz und Performance)
mit Musik von Gertraud Steinkogler-Wurzinger, Adriana Hölsky, Cathy Berberian, Luciano Berio, , Hildegard von Bingen und Reinhard Febel
Der Titel des Abends stammt aus Luciano Berio’s Monolog für Stimme solo: Sequenza III. Ein paar Worte also, setzt der Text von Markus Kutter fort, für eine Frau, um ein Haus zu bauen vor Anbruch der Nacht.
Im Programm „Give me a few words for a woman“ melden sich Frauenstimmen in Form von Monologen, Andachten und Liedern zu Wort. Sie stammeln, lachen, weinen, singen, sind exzentrische Diven, Hausfrauen und Mütter vorm Fernsehapparat, Visionärinnen und Heilige. Der Abend mündet schliesslich in eine dramatische Szene, die „Winterreise“ von Reinhard Febel nach Gedichten des Schweizer Schriftstellers Robert Walser .
Gertraud Steinkogler-Wurzinger (Konzept und Stimme)
Sängerin, Performerin, Dirigentin, Komponistin; Gründerin und langjährige Leiterin des Belcanto Chores Salzburg und derzeit Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Ekmelische Musik. Lehrt an der Universität Mozarteum Salzburg, ist derzeit Vorsitzende des Senates und leitet das Institut für Gleichstellung und Gender Studies.
Bisher entstanden etwa 35 Kompositionen, hauptsächlich vokal. Als Sängerin und Performerin liegen ihre Schwerpunkte in der Musik um 1600 sowie in der Neuen Musik samt ihren extended vocal techniques , mikrotonalen Färbungen, improvisatorischen Elementen und szenischen Einlassungen.

 

Frauenstimmen 2015, 5. Konzert

24. Oktober 2015, 19:30 Uhr, Sacellum (Hofstallgasse, Salzburg)
HARMONIAE CAELESTES - Himmlische Melodien
Mystische Musik der hl. Hildegard von Bingen
Zusammengestellt aus alten Klosterhandschriften und bearbeitet von Stefan Engels
Salzburger Virgilschola (Ltg.: Stefan Engels)
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Symposium

„Maria Anna Mozart – Facetten einer Künstlerin“
ist das Thema eines Symposiums, das am 10. Oktober im Wiener Saal und am 11. Oktober im Mozarthaus St. Gilgen stattfinden wird. Vorträge beschäftigen sich u.a. mit der Beziehung zu ihrer Schwägerin Constanze, mit der Situation als Schülerin ihres Vaters und auch ihres Bruders, mit ihren Besuchen an der Salzburger Benediktineruniversität sowie mit ihrer Notenschrift.
Eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Andrea Lindmayr-Brandl und Führungen in die Ausstellung „Maria-Anna-Mozart zum 185. Geburtstag“ im Mozart-Wohnhaus in Salzburg sowie durch die Ausstellung im Mozarthaus St. Gilgen runden das Programm ab.
Alle Programmpunkte sind öffentlich zugänglich. Hierzu laden wir herzlich ein!
Organisation: Michael Malkiewicz/ Eva Neumayr
Referate: Gerhard Ammerer, Geneviève Geffray, Barbara Hagen-Walther, Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Masayasu Komiya, Elke Michel-Blagrave, Anja Morgenstern, Eva Neumayr, Eva Rieger, Alexandra Schenke, Ulrich Leisinger u.a.
Veranstaltung der Universität Mozarteum Salzburg, der Internationalen Stiftung Mozarteum, der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg und des Salzburg Museum.
Hier sehen Sie das genaue Programm:

Frauenstimmen 2015, 4. Konzert

30. September 2015, 19:30 Uhr, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
UNA PASSEGIATA PER VENEZIA – Ein Konzertabend rund um das aufregende Leben der Komponistin Barbara Strozzi
Eva Schoßleitner (Sopran), Claudia Gerauer, Blockflöten, Gregor Unterkofler (Cembalo)
Barbara Strozzi war als Adoptivtochter des Adeligen Giulio Strozzi eine Zeitlang ein Mittelpunkt des intellektuellen Lebens der Stadt. In ihren Texten und Kompositionen für die Accademia degli Unisoni präsentiert sie sich als stolze und unabhängige Frau, bricht scheinbar mit den gängigen Konventionen und mischt ganz ungeniert in die Männergesellschaft ein. Sie korrespondiert mit den Mächtigen der Stadt, wickelt sie um ihren Finger, gibt ihnen die Themen vor und belohnt diese mit ihrem Gesang, manche auch mit ihrer Zuneigung ...

Frauenstimmen 2015, 3. Konzert

10. JUNI 2015, 19:30, Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg
LIEDERABEND: Drifa Hansen (Sopran)
singt Werke von Nordischen Komponistinnen: UnnPatursson (*1975, Faröer), JórunnViðar (1918-2006, Island), Carin Malmlöf-Forssling (1916-2005, Schweden), FrederikkeEkeberg (Schweden), Agathe Backer- Grøndahl (1847-1907, Norwegen), RósaGuðmundsdottir (1795-1855, Schweden)

Frauenstimmen 2015, 2. Konzert

21. April 2015, 19:30, Domchorsaal (Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg)
Michaela Girardi (Violine), Janna Polyzoides (Klavier)
spielen Werke von Ingeborg Bronsart von Schellendorf (1840–1930), Cecile Chaminade (1857–1944), Grażyna Bacewicz (1909-1969), Amy Marcey Beach (1867-1944),Luise Adolphe Le Beau (1825–1827) und Pauline Viardot-Garcia (1821-1910)

Frauenstimmen 2015, 1. Konzert

Sonntag 8.3.2015 das erste Konzert der FRAUENSTIMMEN 2015, 19:30, Domchorsaal (Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg):

Kammerkonzert zum internationalen Frauentag

Susanne Hehenberger
(Violine), Barbara Rektenwald (Klavier), Taner Türker (Violoncello)
spielen Werke von Alison Wrenn (*1981), Fanny Hensel (1805–1847), Rebecca Clarke (1886–1979) und Nancy de Vate (*1930)